Wenn Sie an einer körperlichen Erkrankung leiden fragen sie sich vielleicht…….

Warum eigentlich ICH? Möglicherweise ist die Krankheit ein Hilfeschrei Ihrer Seele und gleichzeitig eine Aufforderung zur Entwicklung.Wenn Sie ein Wort wie „unheilbar“ nicht akzeptieren wollen und die inneren Ursachen Ihrer Erkrankung oder körperlichen Symptome aufdecken und dauerhaft auflösen wollen begleite ich sie sehr gerne dabei! Wie entsteht Krankheit überhaupt?

Synergetik umfasst den Menschen als Ganzes, als eine Einheit von Körper, Geist und Seele! Angst, Gefahrensituationen und der damit einhergehende seelische Stress führt zur Aktivierung von Stressgenen, die unterschiedlichste, schädigende körperliche Reaktionen zur Folge haben.

Empfang für zwischenmenschliche Erfahrungen sind unsere fünf Sinne, die eine Situation innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde zu einem Inneren Bild zusammenfassen und „bewerten“. Je nach individueller Beziehungserfahrung repräsentieren diese Speicher eine Mischung aus persönlichen Vorerfahrungen, die teils gelungene Problemlösungen erlebt haben, teils auch Niederlagen, Erlebnisse von Einsamkeit, Hilflosigkeit und Schmerz. Positive oder schmerzhaft Erfahrungen addieren sich zu gespeicherten Gedächtnisinhalten in Nervenzell-Netzwerken. Diese so entstandenen Interpretations- und Handlungsmuster sind ein wichtiger Faktor, wenn neue Situationen zu bewerten sind (es wird ein ständiger Abgleich damit vorgenommen). Damit folgt das Gehirn seiner“inneren Weisheit“, die nicht immer förderlich für den Menschen ist.

Wenn sich alarmierende Erfahrungen oder Niederlagen (nach eigener Bewertung) im Leben eines Menschen häufen, werden die darauf spezialisierten Nervenzell-Netzwerke die Oberhand gegenüber den anderen Netzwerken (die Chancen und Bewältigungsstrategien erkennen) bekommen. Einschneidende Vorerfahrungen von Gefahr, Niederlage, Angst und Flucht verändern (stärken) also die dafür zuständigen Netzwerke, sodass diese bei zukünftigen Bewertungen schnell richtungsweisend sind.

Die Beurteilung einer aktuellen Situation geschieht größtenteils automatisch und außerhalb der Kontrolle des Betroffenen. Eine „objektive“ Bewertung ist somit dann nicht mehr möglich. Eine derartige „Übererregung“ die dann nicht „netzwerkmäßig“ verknüpft werden kann, fließt dann ab in z. B. stereotypes Verhalten (Hospitalismus), Derealisation, Depersonalisation (man steht neben sich). Alle zuständigen Hirnstrukturen sind in so einer Stress-Situation durch Angst ausgeschaltet/eingefroren. Ein Teil des menschlichen Gehirns erstarrt. Eine solche Entwicklung aufzuhalten und rückgängig zu machen ist unsere Aufgabe in der Synergetik. Solche Vorerfahrungen erhöhen das Depressionsrisiko und fördern die Entwicklung von Ängsten immens. Tatsächlich zeigt sich, dass Personen, die in den ersten Jahren ihres Lebens überdurchschnittlich häufig von Trennungserfahrungen oder schweren Gefährdungen ihrer maßgeblichen, beschützenden Beziehungen, betroffen waren, häufiger und schwerer erkranken.

Unabhängig davon, ob diese Erfahrungen der bewussten Erinnerung zugänglich sind oder nicht. „Vergessenes“ wirkt im Unbewussten. Durch den Absturz des Selbstwertgefühls, der den Schwerpunkt des depressiven oder angstgeprägten Leidens ausmacht, trifft sie den Kern des Menschen, sie verändert die Beziehung, die der Mensch zu sich selbst hat. Je mehr Angst wir haben, desto mehr verschließen wir unser neuronales System und verhindern Wachstum, damit schaffen wir Raum für Krankheiten.

Angst und Vertrauen, Vorstellungen und Ideen symbolisieren sich über unsere „Inneren Bilder“, die von der Großhirnrinde komponiert werden. Um solchen traumatischen Erfahrungen entgegenzuwirken, ist es hilfreich, die abgespeicherten Erfahrungen „umzuschreiben, bzw, zu überschreiben“. Das tun wir in unseren Innenweltreisen auf einer Delta/Theta Gehirnaktivität. Ausschlaggebend für die Heilung scheint der Einsatz der Emotion zu sein. Je tiefer diese empfunden wird, desto tiefer ist die Heilung. Die Verknüpfung/Rückkoppelung mit Personen, mit denen wir in Beziehung stehen entspricht quasi umgekehrt dem „Urverhalten“ des Säuglings, dass seine Körpersignale mit den Handlungen der Mutter verknüpft und daraus den Verständniszusammenhang ableitet (Antonio Damasio).

Das Erleben innerer heilsamer Bilder von Integration, Bedeutsamkeit, Sinnhaftigkeit und Vertrauen in der Innenwelt wird von Gehirn genauso verarbeitet, als wenn es in der Außenwelt passiert wäre. Selbst-Reorganisation muss und kann von innen ausgehen. Das Gehirn und unsere individuellen Erfahrungen sind damit veränderbar. Alles, was die Beziehungsfähigkeit zu sich selbst, zu Geist und Körper, zur eigenen Geschichte, zur Familie und zur Welt fördert, ist gut für den einzelnen und die Gemeinschaft.

Roswitha Richel